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Mobilität von morgen
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Zeit für neue Spielregeln

Es ist eine Erkenntnis, die sich nur langsam durchsetzt: Das über 100 Jahre alte Universum der Autohersteller wird angegriffen. Was das konkret bedeutet, erklärt Professor Stefan Bratzel.

Einst lebten die Autobauer in einem Kosmos mit fest definierten Spielregeln. „Alles verlief in geordneten Bahnen: Kunden wollten ein eigenes Auto besitzen, das sich manuell fahren lässt und dessen Herzstück der Verbrennungsmotor ist“, sagt Stefan Bratzel. Doch zunehmend zieht es andere in dieses Universum. „Die Mobility-Provider wie Uber räumen etwa mit dem Gedanken auf, man müsse ein Auto haben“, so Bratzel. „Im Bereich Connectivity wollen die großen Big-Data-Player wie Apple und Google die Welt vernetzen – und die sind von der Marktkapitalisierung her größer als jeder Autobauer.“ So entstehe nicht nur eine völlig neue Wettbewerbssituation, geprägt von bisher branchenfremden Konkurrenten. Es wird auch ein Paradigmenwechsel eingeläutet, ist sich der Gründer des Center of Automotive Management (CAM) sicher. Und Bratzel muss es wissen: Seit 2004 treibt er mit dem CAM die Automobil- und Mobilitätsforschung in Kooperation mit der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) maßgeblich voran.

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